Vegan abnehmen - Funktioniert das überhaupt?

Vegan abnehmen – funktioniert das denn überhaupt?

Nicht-Veganer würden jetzt antworten: „Ja, klar, Veganer essen doch eh nur Salat!“ Doch ganz so einfach ist es leider nicht – viele vegane Ersatzprodukte, die den Einstieg in die rein pflanzliche Ernährung stark erleichtern und ihn weniger nach Verzicht aussehen lassen, enthalten hochkalorische pflanzliche Fette und viele Kohlenhydrate. Und vegan ernährt sich schließlich auch, wer – überspitzt dargestellt – ausschließlich Pommes mit Ketchup oder veganer Mayonnaise zu sich nimmt. Dass das für eine Gewichtsreduktion nicht hilfreich ist, dürfte jedem klar sein.

Vegane Kalorienbomben und Alternativen

In vielen Ersatzprodukten für Schnitzel, Hackfleisch, Sahne und Joghurt sind Fette wie Palmöl oder Kokosöl als Geschmacksträger sowie sehr massig Zucker enthalten – beides ist nicht nur ungesund, sondern steht auch einer erfolgreichen Abnahme extrem im Weg. Gegen Palmöl spricht außerdem der ökologische Aspekt, da der Anbau der für die Gewinnung des Öls nötigen Palmen stark zulasten der Umwelt, der Tiere und nicht zuletzt der Einwohner der betroffenen Regionen geht.

Auch vegane Nuss-Nougat-Creme, Ersatzkäse und ähnliche Produkte enthalten zwar oft rein pflanzliche Inhaltsstoffe, sind aufgrund des hohen Fett- und Zuckergehaltes aber sehr ungesund und treiben das Gewicht rasch in die Höhe. Besser wäre es also, sie nur sehr sparsam oder gar nicht zu verwenden und lieber auf Streichcremes aus frischem Gemüse zurückzugreifen, welche es inzwischen in nahezu jedem Supermarkt in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen und zu erschwinglichen Preisen gibt.

Daher ist es empfehlenswert, sich die Zutatenlisten stets genauer anzuschauen, um geeignete Produkte zu finden. So sind Produkte aus Tofu meist gesünder und fettärmer, zudem lässt die aus weißen Sojabohnen hergestellte Masse sich auf vielfältigste Weise würzen und ist zum Braten und Grillen genauso geeignet wie zum Kochen.

Auch sind bei vielen Produkten wie Nudeln und Spaghetti, Brot, Brötchen und Süßem wie Keksen und ähnlichem Vollkornvarianten die bessere Wahl – sie machen schneller und länger
satt, enthalten mehr Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe.

Die beste Variante zur Gewichtsreduktion mit veganer Ernährung

Am gesündesten und schnellsten nimmt man ab, indem man überwiegend frisches Obst und Gemüse isst bzw. zur Zubereitung seiner Mahlzeiten nutzt – dabei ist schonendes Dünsten, sanftes Anbraten oder Garen im Ofen bei niedrigeren Temperaturen optimal, um die wertvollen Inhaltsstoffe der frischen Kost zu erhalten.

Sättigend und gesund sind zum Beispiel Spinat, Salate aller Art, Kohl oder Brokkoli – sie füllen den Magen und haben wenige Kalorien, dafür aber sehr viele Vitamine. Auch Rohkostsalate aus verschiedenen Gemüsearten mit einem leichten Dressing sind perfekt fürs Abnehmen geeignet und sorgen für Abwechslung auf dem Teller, da sie leicht und schnell variiert werden können.

Veganer nehmen nachweislich öfter, leichter und gesünder ab

Die gute Nachricht, die allen Abnehmwilligen Hoffnung machen sollte: Laut Studien nehmen Veganer im Vergleich zu Nicht-Veganern viel leichter und schneller ab. Zum einen hilft der Verzicht auf tierische Fette natürlich sehr, das Hüftgold zum Schmelzen zu bringen.

Zum anderen befassen sich viele Veganer sehr intensiv mit dem Thema Ernährung, um Mangelerscheinungen vorzubeugen und sind so viel besser darüber informiert, welche Nährstoffe der Körper benötigt und in welchen Lebensmitteln diese stecken. Wer sich so bewusst ernährt, wird von sich aus weniger zu ungesunden, kalorienreichen Ersatzprodukten greifen, sondern den Fokus mehr auf eine Ernährungsweise legen, die rein pflanzlich, gesund und frisch daherkommt.

Hülsenfrüchte machen satt und liefern Energie

Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Sojabohnen, aber auch Erdnüsse. Sie enthalten viel pflanzliches Eiweiß – das sättigt, gibt Energie und hilft – in Verbindung mit ausreichend Sport und Bewegung – beim Aufbau von Muskelmasse, welche den Kalorienverbrauch ebenfalls erhöht und zugleich für einen schönen, definierten Körper sorgt.

Dabei können sie sehr vielfältig zubereitet werden – als Suppe, in veganer Bolognese, als Hackfleischersatz in vielen Gerichten mit rein pflanzlichen Zutaten oder in Salaten.

Neben dem Eiweiß liefern sie auch viel wertvolles Eisen – besonders wichtig bei einer rein veganen Ernährung, da durch den Verzicht auf oft eisenhaltiges Fleisch häufig ein Mangel entstehen kann, achtet man nicht genug auf eine ausreichende Zufuhr aus pflanzlichen Quellen. Besonders gut wird Eisen übrigens in Verbindung mit Vitamin C aufgenommen – so ist es empfehlenswert, die Hülsenfrüchte mit Obst wie Mandarinen, Zitronen oder Orangen zu kombinieren oder zeitnah ein Glas hochwertigen Safts zu trinken.

Kalorien zählen als Unterstützung

Wer sich trotz aller Bemühungen schwer tut mit der Gewichtsreduktion, kann zur Überwachung der kalorienarmen und gesunden Ernährung die Kalorien zählen, die er täglich zu sich nimmt – denn nur wer mehr Energie verbraucht, als er mit der Nahrung aufnimmt, kann auch tatsächlich abnehmen.

Was kompliziert klingt, ist dank moderner Apps sehr schnell und einfach erledigt: Hier muss man nur angeben, welche Lebensmittel man in welchen Mengen zu sich genommen hat – die App kennt den Kaloriengehalt der meisten Lebensmittel bereits und rechnet bequem alles zusammen, so dass man genau sieht, was man bereits zu sich genommen hat und wie viele Kalorien man noch essen darf, um dennoch die Pfunde purzeln zu lassen.

Dabei werden versteckte Sünden wie zu viele Naschereien, Softdrinks mit Unmengen von Zucker und ähnliches schnell aufgedeckt, sodass sich unbewusste schlechte Ernährungsgewohnheiten leichter ändern lassen: Oft weiß man gar nicht, dass man tatsächlich so viel isst, bis man es einmal konkret aufgelistet vor sich sieht.

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