7 Tipps für eine bessere Kommunikation in der Partnerschaft

7 Tipps für eine bessere Kommunikation in der Partnerschaft

Mit und ohne Worte – die Kommunikation in der Partnerschaft

Mit oder ohne Worte – Kommunikation findet statt, ob wir wollen oder nicht. Gut so, denn sie schafft die Verbindung zwischen den Menschen in einer Gruppe oder auch zwischen zweien.
Neben der Schriftsprache und der Lautsprache spricht der Körper seine ganz eigene – die Körpersprache. Sie wird jedem mit in das Leben gegeben und ist existenziell für das Weiterleben. Keiner versteht sie so gut wie die Nächsten, die Mutter und der Vater.
Das tragende Element ist die bedingungslose Liebe. Als stärkste Bindung zwischen Menschen macht sie ein Verstehen ohne Worte möglich. Warum also ist es manchmal so schwer, dass sich zwei Liebende in einer Partnerschaft verstehen, obwohl sie Worte hören, sie sprechen und schreiben können und auch Experten der Körpersprache sind? Oder anders gefragt, was ist zu tun, damit einander verstanden wird, wie in den ersten Tagen der Liebe?

Den anderen so lassen, wie er ist

Wenn die rosarote Brille abgesetzt und der Alltag seinen Lauf nimmt, kennen sich Paare so gut, dass die Kommunikation keine unergründete Sache zwischen beiden ist.
Man weiß, wie der andere tickt, was er mag und wie er zu verstehen gibt, dass es so und nicht anders sein soll. Je nach Temperament werden lange Gespräche geführt oder auch mit wenigen Worten gesagt, was gesagt werden muss. Die einen mögen es laut, die anderen leise. Beide kennen sich so genau, dass gelegentlich Gesten, Blicke und Berührungen ausreichen, um im Austausch zu sein. Was ist zu tun, damit es so bleibt?

Die Basis pflegen

Grundlage einer Beziehung ist die Wertschätzung des anderen. Auch dann, wenn die Schmetterlinge im Bauch etwas leiser mit ihren Flügeln schlagen, bildet der Wert des anderen in Bezug auf sich selbst die Stabilität der Beziehung. Im Zuge dessen gehen Partner respektvoll miteinander um. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, den anderen verstehen zu wollen und von ihm gehört zu werden. Mit diesem Bedürfnis hält sich die wechselseitige Kommunikation am Laufen. Halte es wach! Gib der Gleichgültigkeit keine Chance für ihren Einzug!

Es ist nicht jeder Tag wie der andere

Wenn die Kommunikationswege gestört scheinen, hat das Ursachen. Finde sie heraus, damit keine Missverständnisse entstehen:

• Sei achtsam. Nimm dich nicht selbst am wichtigsten.
• Sei neugierig, zeige Interesse.
• Frage nach, ohne den anderen zu bedrängen.
• Höre aufmerksam zu.

Verstehen und verstanden werden

Das Verstehen verlangt zuhören und das Verstanden werden Empathie. Wenn die Situation für ein Gespräch ungünstig ist, weil beispielsweise der Haushalt oder die Kinder zu versorgen sind, ist es besser, ein Gespräch zu vertagen. Mit den Worten „Lass uns später reden“, signalisierst du dein Interesse und gibst die Sicherheit des Aufgehoben-Seins. Damit habt ihr beide die Möglichkeit, euch in Ruhe auszutauschen und aufeinander einzulassen. Dann ist wichtig:

• Frage noch einmal nach. Das ermuntert den anderen und zeigt dein Interesse
• Höre genau zu.
• Gib deinem Partner ausreichend Zeit.
• Frage nach, wenn du etwas nicht verstanden hast. Damit beugst du Missverständnissen vor.
• Wenn es dir schwerfällt zu verstehen, versuche einen Perspektivwechsel. Damit gelingt es dir, dich in den anderen hineinzuversetzen.
• Zeige Anteilnahme.
• Wenn du raten möchtest, tu das, ohne den anderen zu bevormunden. Manchmal hilft ein einfaches In-den-Arm-nehmen.

Wenn es einmal krachen sollte

Nicht immer bleiben Emotionen unter Kontrolle. Ärger, Frust oder Ermüdung machen es manchmal schwer, den guten Ton zu wahren. Auch das darf sein, weil es menschlich ist.
In solchen Situationen hilft es, das Gewitter laufen zu lassen, ohne sofort mit einer Antwort zu reagieren. Wenn die Wolken sich verzogen haben, wird sich zeigen, ob es noch eines Gespräches bedarf. Meist hat sich alles erledigt und einer der schönsten Kommunikationsformen könnte einen Abschluss bilden: eine Umarmung.

Im Streit die Ruhe bewahren, – wer schafft das schon?

Der Streit gehört auch dazu. Er ist ganz normal und eine Form des Austauschs, auch wenn es dabei lauter und hitziger zugeht. Dabei fällt es schwer, die Emotionen im Griff zu haben. Wenn es zu einer Auseinandersetzung kommt, helfen klare Regeln des Umgangs in solchen Situationen. Diese sollten aus den Erfahrungen gemeinsam aufgestellt werden. Dabei ist wichtig, eigene Wünsche zu formulieren. Wenn es zu einem Streit kommt:

• Bleibt auf Augenhöhe.
• Behaltet die Sache im Blick. Es geht nicht um eine Machtfrage.
• Vermeide Beleidigungen oder Verallgemeinerungen, die den anderen degradieren.
• Bemühe dich um Ich-Botschaften. Damit greifst du den anderen nicht an.
• Setz ein Stopp, wenn du ihn brauchst, als Signal der Grenzüberschreitung.
• Vertagt den Streit, wenn momentan keine Aussicht auf eine Lösung besteht.
• Setzt ein Ende mit dem „Vertragen“.

Das Schweigen aushalten können

Auch das Schweigen kann zum Repertoire der Kommunikation zweier Menschen gehören. Wenn Stille eingezogen ist, ist es schwer, miteinander auszuhalten. Es sei denn, sie gehört zum gegenseitigen akzeptierten Mittel des Umgangs miteinander und wird nicht begleitet durch andere erniedrigende Mittel der Körpersprache.
Schweigen muss erlaubt sein, wenn es kein Entzug der Kommunikation oder Ignoranz darstellt. Eine Form der Pause und das Wieder-Zueinander-Finden in absehbarer Zeit ist legitim, wenn beide damit einverstanden sind. Die Liebe und der Respekt voreinander machen auch das möglich.

Das Berühren nicht vergessen

Eine der schönsten Kommunikationsformen in einer Partnerschaft und gleichermaßen ausdrucksstark ist die Berührung. Ein Blick kann berühren oder strafen, ein sanftes Streicheln den Schmerz nehmen oder eine Umarmung vieles mehr sagen – ganz ohne Worte und oft stärker, als sie.

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