Plant-Based on a Budget

Plant-Based on a Budget: Wie du dich gesund & vegan ernährst, ohne mehr auszugeben

Der veganen Ernährung hängt weiterhin der Ruf nach, sie sei nicht besonders günstig. Doch wer glaubt, Fleisch und andere tierische Produkte seien grundsätzlich schonender für den Geldbeutel, der irrt sich. Auch mit einem schmalen Budget ist es dir möglich, gesunde und vegane Ernährungspläne aufzustellen. Dieser Artikel gibt dir einige Tipps.

Billige Produkte haben ihren Preis

Beim Thema Geld und Ernährung musst du dir zunächst die Frage stellen, wie viel dir gesundes Essen wert ist. Unsere Ernährung hat nicht nur einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Gesundheit, auch unsere Umwelt wird davon stark beeinflusst. Wer nur zu billigem Essen greift, der zahlt einen hohen Preis für seine Gesundheit – ganz zu schweigen von den Schäden an Umwelt und Klima.

Die eigene Ernährung ist nichts, woran du sparen solltest. Du investierst nicht nur darin, mit einem vollen Magen ins Bett zu gehen, sondern auch in deine Gesundheit, dein Wohlbefinden und deine Leistungsfähigkeit. Teuer muss die vegane, gesunde Ernährung trotzdem nicht sein. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum (und manchmal nur eine vorgeschobene Rechtfertigung), dass man sich eine vegane Ernährung leisten können muss.

Vor allem selbst gemacht

Viel Geld kannst du sparen, indem du in erster Linie selbst kochst, deine eigenen Mahlzeiten vorbereitest und es vermeidest, auswärts zu essen. Vegane Gerichte sind im Restaurant oder im Diner wesentlich teurer als in der eigenen Küche. Zumal du mit dem Einkauf von großen Mengen wesentlich mehr Geld sparen kannst. Bereite kleine Snacks und Zwischenmahlzeiten selbst vor und bewahre sie in einer Lunchbox auf. Achte auf frische und haltbare Lebensmittel und auf die richtige Lagerung. Dann bist du weniger auf vegane Produkte unterwegs angewiesen.

Selbst zu kochen hat noch viele weitere Vorteile. So weißt du ganz genau, welche Zutaten sich im Essen befinden. Zudem kannst du sicherstellen, dass alle Zutaten frisch sind. Und die Zubereitung muss nicht einmal lange dauern. Guacamole etwa lässt sich innerhalb von kurzer Zeit als Brotaufstrich zubereiten. Mit der Zeit lernst du, unterschiedliche Zutaten zu verwerten, entweder auf der Grundlage von veganen Rezepten oder du wirst selbst kreativ.

Grundnahrungsmittel sind wichtig

Vegane, günstige Ernährung stützt sich vor allem auf Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse. Ersatz- und Fertigprodukte sollten dabei weniger auf dem Speiseplan stehen. Eventuell hast du bereits von sogenannten Superfoods wie Chiasamen, Spirulina, Goji-Beeren oder Leinsamen gehört. Diese sind in der Tat oftmals teurer, für eine vegane Ernährung jedoch nicht notwendig.

Vielleicht hast du jedoch große Erfolge mit bestimmten Superfoods erzielt. Oder sie decken kritische Nährstoffe ab, die dir ansonsten fehlen. Die zusätzlichen Kosten sollten sich durch einen budgetfreundlichen Ernährungsplan abdecken lassen. Überlege dir gut, wo du bereit bist, mehr für eine gesunde Ernährung auszugeben.

Auf Vollwertkost setzen

In Sachen Nährstoffe liefert Vollwertkost so ziemlich alles, was du brauchst. Und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Vollwertige, pflanzliche Lebensmittel sind daher die ideale Grundlage für deine Ernährung. Am besten unverarbeitet, denn so erhalten sie sich ihre Nährstoffe am besten. Naturreis, Kartoffeln, Hirse, Hafer und Vollkornnudeln enthalten vor allem viel Stärke. Tiefkühlgemüse ist eine gute Wahl, haltbar und günstig. Auch Blattgemüse wie Grünkohl oder Spinat kann dich mit ausreichend Nährstoffen versorgen. Bei den Früchten solltest du unter anderem Äpfel, Birnen, Bananen, Pflaumen und Orangen in deinen Speiseplan aufnehmen. Bedenkenlos kannst du auch zu den meisten Linsen und Bohnen greifen.

Lege dir einen Speiseplan zurecht

Vermeide spontane Einkäufe, bei denen du nicht weißt, was du am Ende mit den Zutaten machen willst. Geldsparen muss geplant sein, um unnötige Kosten zu vermeiden und eventuell Lebensmittel wegschmeißen zu müssen. Wenn möglich, kaufe große Portionen von haltbaren Produkten wie Nudeln, Kartoffeln oder Linsen ein. Sollten Reste übrig bleiben, dann lassen diese sich gut für die nächste Mahlzeit oder für einen Snack verwerten.

So kaufst du auch nur Lebensmittel ein, die du wirklich brauchst. Ein effizienter Einkaufsplan berücksichtigt auch die Reste vom Vortag. Plane, Lebensmittel, die nicht zu lange halten, möglichst bald im frischen Zustand zu verwerten. Kaufe lang haltende Lebensmittel in großen Portionen und schnell verderbende Lebensmittel in Maßen. Achte zudem auf die korrekte Lagerung je nach Lebensmittel.

Regionale und saisonale Produkte

Wer sich nach der Saison richtet, kauft in der Regel günstiger und unterstützt die nachhaltige Landwirtschaft. Saisonale und regionale Produkte müssen keine weiten Transportwege zurücklegen und belasten somit die Umwelt weniger als Obst und Gemüse, welches aus anderen Ländern eingeflogen werden muss. Auf dem Markt gibt es frische Lebensmittel von Bauern aus der Umgebung. Ein weiterer Vorteil: Saisonale und regionale Lebensmittel im Speiseplan zwingen dich dazu, neue Rezepte zu lernen und erweitern somit deinen Horizont.

Sammlung an Tipps für günstige, vegane Ernährung

– Gefrorenes Gemüse ist lange haltbar, oftmals günstiger als frisches Gemüse und lässt sich in großen Mengen günstig einkaufen
– Habe für unterwegs immer eine Notfallreserve an Snacks bereit, wie etwa Äpfel, Nüsse oder einen Müsliriegel
– Bei Hülsenfrüchten kannst du zusätzlich sparen, indem du sie trocken kaufst und selbst einweichst
– Auch Obst und Gemüse lässt sich oftmals im reifen bis überreifen Zustand noch gut einfrieren und später verwerten. Zum Beispiel für einen gesunden Smoothie, einen Eintopf oder eine Suppe
– Achte auf aktuelle Angebote deines lokalen Supermarkts
– Achte auf aktuelle Angebote deines lokalen Supermarkts.

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Alicia
Alicia Schlienz ist Bestseller-Autorin und schreibt im Magazin von veggie-sucht-veggie.de über nachhaltige Partnersuche, Rezepte und authentische Begegnungen für vegetarische und vegane Singles.